Jeanne PilandBIOGRAPHISCHES
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| Seit vielen Jahren steht die Mezzosopranistin Jeanne Piland mit großem Erfolg auf allen großen Opernbühnen der Welt – und mit der vor einigen Jahren eingeleiteten Erweiterung ihres Repertoires um das dramatische Fach liegen weitere Gipfelstürme in der Luft: Nachdem sie über Jahre hinweg einen wunderbaren Oktavian kreiert hatte, debütierte sie Ende 1997 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg als Marschallin ("Der Rosenkavalier") und erhob sich mühelos in diese Stratosphäre. Inzwischen gehören Sieglinde ("Die Walküre"), Eboli ("Don Carlos"), Santuzza ("Cavalleria rusticana"), Brangäne ("Tristan und Isolde"), Giulietta ("Hoffmanns Erzählungen"), Adalgisa ("Norma") und Sara ("Roberto Devereux") zu ihrem Repertoire. Doch zurück zu den Anfängen: Nach ihrem Studium bei Gladys White an der East Carolina University sowie bei Carolyn Grant startete die professionelle Opernlaufbahn der Jeanne Piland an der New York City Opera mit Partien wie Cherubino, Nicklausse, Siebel und Lola. Grischa Barfuß, langjähriger Intendant der Deutschen Oper am Rhein, engagierte Piland nach einem Vorsingen für die Rolle des Silla ("Palestrina") nach Düsseldorf – der Beginn einer Weltkarriere und ihr Durchbruch in Europa: Jeanne Pilands Triumph in Düsseldorf zog Engagements und weitere Erfolge in Hamburg, München, Berlin, Dresden, Wien, Zürich, Monte Carlo, Nizza, Paris, Amsterdam, an der Mailänder Scala und am Royal Opera House Covent Garden in London, in Vancouver, Houston, Los Angeles, Washington DC und Miami nach sich. Neben Strauss-Partien – Oktavian ("Der Rosenkavalier") und Komponist ("Ariadne auf Naxos") – waren es vor allem ihre Mozart-Rollen, Dorabella etwa, Sesto, Idamante und immer wieder Cherubino, die Piland Ruhm einbrachten. Ein weiterer Schwerpunkt in ihrem Schaffen ist das französische Repertoire wie z.B. Marguerite, Charlotte, Mélisande und Carmen. Auch auf dem Gebiet der vokal-symphonischen Musik hat Jeanne Piland ein interessantes Repertoire aufgebaut: Berlioz’ "Les Nuits d’Eté", Ravels "Schéhérazade", die Lieder von Strauss und Mahler interpretierte sie als Solistin unter namhaften Dirigenten; zahlreiche Liederabende mit Charles Spencer kamen hinzu. In der Spielzeit 2005/2006 debütierte Jeanne Piland an der Rheinoper als Didon (Hector Berlioz: "Les Troyens") und als Gertrude (Ambroise Thomas, "Hamlet"), zur Zeit ist sie immer mehr als Wagner-Interpretin gefragt: Sieglinde, Kundry und Venus gehören ihre ganze Aufmerksamkeit. Jeanne Piland lebt in Düsseldorf. Sie ist Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule. Das Opernhaus der Stadt, dem sie stets eng verbunden blieb, verlieh ihr 2003 den Titel einer Kammersängerin. Von Jeanne Piland liegen Einspielungen von Berlioz "La damnation de Faust" (Marguerite), Massenets "Thérèse" (Titelpartie) und Mozarts "La finta giardiniera" (Ramiro) auf CD. |
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